Alternative Therapie & Behandlung bei Neurodermitis

1. Juli, 2012 - Abgelegt unter Alternative Heilverfahren, Neuigkeiten 

Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, unter der allein in Deutschland knapp 6 Millionen Menschen leiden. Auch Kinder sind davon betroffen. Typische Symptome sind trockene Haut, Juckreiz sowie unschöne, schuppende Ekzeme, die in Schüben auftreten. Es gibt jedoch Hoffnung für alle Betroffenen. Eine alternative Therapie und Behandlung bei Neurodermitis ist möglich. Auch, wenn eine völlige Heilung ausgeschlossen ist.

Vielzahl an Therapieansätzen
Dafür gibt es eine Vielzahl von Ansätzen, von denen nicht immer zwangsweise der erste Versuch erfolgversprechend sein muss. Oftmals ist es eine Kombination aus mehreren Therapien, die anschlägt und Wirkung zeigt. Der Weg bis dahin kann lang und beschwerlich sein, Geduld zahlt sich allerdings aus. Am Wichtigsten ist, dass Betroffene für sich eine Möglichkeit finden, mit der Krankheit umzugehen und damit zu leben. Denn gerade in der klassischen Homöopathie wird davon ausgegangen, dass die Haut der Spiegel der Seele ist. Therapeuten kümmern sich deshalb dementsprechend auch um die individuellen Besonderheiten, Gedanken und Gefühle von Patienten und arbeiten nach dem ganzheitlichen Ansatz. Gängige Verfahren sind Akupunktur oder auch Kinesiologie. Zum Einsatz kommen dabei Medikamente wie Staphisagria, Natrium muriaticum oder Phosphorus silicea.

Präparate zur innerlichen und äußerlichen Anwendung
Darüber hinaus gibt es neben der Schulmedizin auch Medikamente pflanzlicher Herkunft, die viele Betroffene bevorzugen. Auch hier ist eine Absprache mit dem behandelnden Arzt wichtig, um eventuelle Wechselwirkungen oder Komplikationen auszuschließen. Unterschieden werden muss zudem zwischen Präparaten zur äußeren und inneren Anwendung. Im ersten Fall kommen hauptsächlich Cremes und Salben zum Einsatz. Sie töten Keime ab, wirken entzündungshemmend und beruhigen die Haut. Oftmals enthalten sie Extrakte der Hamamelis-virginiana, Kamille oder des Echinaceakrautes. Chinesische Kräuter werden auch gern verwendet. Cremes können täglich benutzt werden, ebenso Lotions oder Emulsionen. Auch feuchte Umschläge können Linderung bringen. Bei akuten Entzündungen helfen kortisonhaltige Präparate. Es gilt allerdings zu beachten, dass viele Cremes die Haut lichtempfindlicher machen, was für eventuelle Bestrahlungen bei Lichttherapien berücksichtigt werden muss.
Bei der innerlichen Anwendung empfehlen Ärzte meist Nachtkerzensamenöl, ebenso aber auch Kräutermischungen der chinesischen Medizin. Der Juckreiz wird vermindert, allergische Reaktionen ebenso. Von Selbstexperimenten ist hierbei aber unbedingt abzusehen. Die Anwendung sollte nur nach Absprache mit einem Arzt erfolgen.

Grundsätzliche Behandlungstipps

Grundsätzlich gilt: Keine Therapie und kein Medikament kann eine vollkommene Heilung erreichen. Präparate, die Vergleichbares versprechen, sollten mit Vorsicht genossen werden. Es gibt kein allgemein gültiges Therapieschema, die Behandlung erfolgt immer individuell und in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Eine Monotherapie ist nur selten wirkungsvoll. Hilfreich kann es für Patienten sein, die Haut möglichst wenig zu reizen. Kontakt mit (besonders warmem) Wasser sollte größtenteils vermieden bzw. möglich kurz gehalten werden. Zur Pflege unter der Dusche können harnstoffhaltige Präparate eingesetzt werden. Anschließend sollte die Haut nur vorsichtig trocken getupft werden, um Irritationen zu vermeiden.

Weitere wichtige Informationen über Neurodermitis zu Behandlungsansätzen, Symptome und vieles mehr finden sich im Neurodermitis Portal.

Foto: inkje / photocase.com

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