Budwig-Diät: die Öl-Eiweiß-Kost

27. Dezember, 2010 - Abgelegt unter Alternative Heilverfahren, Gesunde Ernährung 

budwig-diaet-oel-eiweiss-kostKrebs-Diät, Budwig-Diät, Öl-Eiweiß-Kost – unter diesen Namen ist die von Dr. Johanna Budwig entwickelte Ernährungsform zu finden. Kritiker bemängeln eine angebliche Einseitigkeit, Patienten berichten von gesteigerter Energie oder auch Heilung von schwerwiegenden Krankheiten.
Bei naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten ist die Budwig-Diät oft ein zusätzlicher Bestandteil einer Therapie – gerade wenn die Patienten von schweren Krankheiten wie Krebs betroffen sind. Durch die Öl-Eiweiß-Kost reguliert sich die Verdauung, werden notwendige Vitamine, Mineralien und Fettsäuren zugeführt und können optimal verwertet werden.

Johanna Budwig hat die Diät entwickelt und mit ihr, nach eigenen Angaben, viele Krebspatienten geheilt.
Das Geheimnis der Budwig-Diät liegt in der Mischung von hochwertigem Leinöl mit Quark, kombiniert mit Rohkost, frischem Obst, Nüssen und gedünstetem Gemüse.
Kaltgepresstes Leinöl nimmt in der Öl-Eiweiß-Kost eine herausragende Stellung ein: Es hat einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, an die sich schwefelhaltiges Eiweiß, enthalten im Quark, lagern kann. Durch diese Verbindung ist das Fett wasserlöslich, kann bis in die kleinsten Blutgefäße transportiert und dort in Form von Energie verwertet werden.
Außerdem enthält Leinöl hohe Anteile von Linol- und Linolensäure, die eine entzündungshemmende Wirkung besitzen. Gerade bei Krebserkrankungen sind meist die Entzündungswerte im Blut erhöht – hier setzt die Öl-Eiweiß-Kost an.

Hauptbestandteil der Öl-Eiweiß-Kost bildet die Quark-Leinöl-Creme, welches bespielsweise auch im bekannten Budwig-Frühstück zu finden ist. Weitere Rezepte zur Budwig Diät finden sich auch auf den Seiten von oel-eiweiss-kost.de.

Ein weiterer Bestandteil der Budwig-Diät sind zwei Spaziergänge täglich. Die Haut kann Energie speichern, die von der Sonne abgegeben wird. Sie ist notwendig, damit Vitamin D gebildet wird; durch den Gang an der frischen Luft kommt außerdem der Kreislauf in Schwung. Geschwächte Menschen setzen sich statt dessen auf einen gemütlichen Stuhl auf Balkon, Terrasse oder in den Garten.

Der Tag einer richtig durchgeführten Budwig-Diät beginnt mit einem Glas Sauerkrautsaft. Es enthält große Mengen rechtsdrehender Milchsäuren, die den Abfallprodukten eines Tumors entgegen wirken.
Der Körper wird dann mit Elektronen-Differenzierungs-Ölen, kurz Eldi-Öl genannt, eingerieben und verbleibt zirka 30 Minuten auf der Haut. Die Hauptbestandteile dieser Öle sind Leinöl und Weizenkeimöl. In den Samen dieser Pflanzen ist viel Energie gespeichert, welche auch nach dem Pressvorgang erhalten bleibt. Die Haut nimmt diese Energie nun auf.
Die Nahrung des Tages richtet sich nach Rezepten der Öl-Eiweiß-Kost.

Dr. Johanna Budwig war Apothekerin und Diplom-Chemikerin. 1950 weiß sie als erste Wissenschaftlerin nach, dass Fettsäuren sich in gesättigte und ungesättige unterscheiden lassen - der Grundstein der Budwig-Diät war gelegt. Durch diese Erkenntnis und weitere Forschungen motiviert, wollte sie kranke Menschen behandeln und legte deswegen die Heilpraktiker-Prüfung ab. Ein Medizin-Studium begann sie später, brach es jedoch ab. Sie wollte ihren Kritikern als Wissenschaftlerin gegenüber stehen – nicht als Studentin.

Foto: vandalay / photocase.com

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